
„Erst Heger, dann Jäger“ stand auf jedem Brief, den der Deutsche Jagdschutz Verband hunderttausendfach verschickte. „Jagdevent“ und sogenannte „liberale Jagdgesetze“ stellen heute das möglichst ganzjährige Jagdvergnügen in den Vordergrund, die Lebensbedürfnisse des Wildes sind in den Hintergrund gerückt. Warum soll man nicht die vorverlegte Jagdzeit auf Rehböcke und Schmalrehe nutzen, auch wenn sie untergewichtig im Haarwechsel sind, und der Wildhändler nicht selten die Annahme verweigert!
Warum soll man nicht im Winter die Rehböcke auf den hochgelobten Bewegungsjagden schießen, um sich das Ansprechen zu sparen?
Warum in der Setz- und Aufzuchtzeit keine Schmalrehe und Schmaltiere bejagen, auch wenn Ricken und Alttiere als Kollateralschäden auf der Strecke liegen, was die zur Verschwiegenheit verpflichteten Schweißhundführer und Wildhändler bestätigen könnten?
Warum soll man einen Landesjägermeister nicht rügen von Baden-Württemberg („Unsere Jagd“) der ein „Verlodern“ der Jagd anmahnt und damit die „Freie Entfaltung“ vieler Jäger einschränken möchte?
Warum soll man nicht die in jeder Jagdzeitung angebotenen optischen Errungenschaften nutzen, die auch erfolgreich in der Verbrechensbekämpfung eingesetzt werden, wenn damit der jagdliche Erfolg erhöht wird?
Eugen Wyler schrieb vor vielen Jahren:
„Suche das Waidmännische nicht zu weit.
Du kannst alle Gesetze der Welt studieren, Du wirst den Kern nie finden.
Im Waidwerk gilt hoch über allen Paragrafen
das Einfache und Elementare. - Das Gewissen. -“
Doch das scheint verloren gegangen zu sein.
Kreisjägervereinigung
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