HR Oberes Kinzigtal: Hegering-Versammlung

Hegeringsversammlung des „Hegering oberes Kinzigtal“ am 15.März 2019 im Schützenhaus in Schiltach

  • Referenten Stefan Mosler, Herbert Ade

    Referenten Stefan Mosler, Herbert Ade

  • Frank Groß, Martin Armbruster, Stefan Mosler

    Frank Groß, Martin Armbruster, Stefan Mosler

Erstellt am 15.03.2019

Hegeringsleiter Frank Groß eröffnete um 19:30Uhr die Hegeringsversammlung

Er begrüßte als Gäste Bürgermeister Thomas Haas, KJM Ottmar Riedmüller, den ehemaligen Hegeringsleiter Heinz Kautzmann sowie die Referenten Herbert Ade und Stefan Mosler.

Im Jahresrückblick zählte Frank Groß die verschiedenen Aktivitäten der Gemeinschaft auf, unter anderem das Hegeringsschießen im April, das Bockfrühstück am 1.Mai auf der Holzebene und die Exkursion zur Waffenschmiede „Blaser“ in Isny.

 Die größte Errungenschaft des Hegerings ist wohl die Konfiskat Zentrale im Bauhof in Schenkenzell. Dank umfangreicher Fördermittel konnte hier eine perfekte Station mit Kühlung Frisch- und Abwasser gebaut werden. Die Einhausung komplettiert die Anlage. Martin Armbruster(Gallenbacher) kümmert sich um die Anlage, meldet wenn sie voll ist und hält sie sauber. Der Hegeringsleiter dankte ihm speziell dafür und übergab ihm als Dankeschön einen Gutschein für den „Martinshof“ in Kaltbrunn.

Im Anschluss an die Ausführungen des Hegeringleiters erhielt Bürgermeister Thomas Haas das Wort. Er bedankte sich bei den Jägern für Ihr Engagement in Sachen Jagd. Angesichts der steigenden Wildschäden durch Schwarzwild und den Verbiss durch Rehwild sind die Jäger so gefragt wie nie, so Bürgermeister Haas. Der steigende Freizeitdruck durch Radfahrer, Jogger und freilaufenden Hunden machen das Jagen nicht einfacher und das Wild heimlicher.

In Anbetracht der heranrückenden Schweinepest ASP bekommen den Jägern ohnehin eine ganz neue Rolle zu.

Thomas Haas wurde von einem Mitglied darauf angesprochen, warum die Jagdhunde nicht von der Jagdsteuer befreit werden könnten, denn das hätte sich bei der Reform Anfang des Jahres angeboten. Haas meinte, man hätte im Gemeinderat schlichtweg nicht daran gedacht und versprach dies nochmals den Räten zur vorzulegen. 

Kreisjägermeister Ottmar Riedmüller ging neben seinen Grußworten  auch auf die ASP ein. Das ist im Moment das wichtigste Thema für die Jäger überhaupt. Er animierte die Jäger zur Jagd auf Schwarzwild, wann immer sich Möglichkeiten ergeben. Wichtig wären kleine effektive Jagden, die man recht kurzfristig organisieren kann. Nur so sei dem Schwarzwild beizukommen. Er lobte die Gemeinden Schiltach und Schenkenzell für das großzügige Entgegenkommen in Sachen Konfiskat Entsorgungsstelle. Das Land und die Kreise haben Notfallpläne für einen eventuellen Ausbruch der Seuche im Kreis erarbeitet. Diese stellte er kurz vor und warnte die Jäger ganz klar vor einer Übernahme der Jagd durch die Behörden im Falle einer Seuche. Hier können nur die Jäger selbst durch aktives Jagen und Präsenz im Revier entgegenwirken.

Das Referat des Abends hielten Stefan Mosler und Herbert Ade. Sie vertreten die Wildvermarktungsgenossenschaft Wildwerk und stellten diese und das System dahinter vor.Grundgedanke hier ist, Wildbret erfolgreich am Markt zu platzieren und so gemeinsam neue Vermarktungswege aufzutun, In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit hipp ist (Biofleisch) wird Wildfleisch wieder begehrlich.

Der einzelne Jäger ist hier aber ganz schnell an seiner Grenze was Quantität und Qualität des Wildes anbelangt. Hier kann man nur gemeinsam agieren und gewinnen. Der Gedanke ist, dass man sich in eine Genossenschaft einkauft, der man einen Teil des erlegten Wildes liefert. In Sammelstellen wird das Wild dann von Tierärzten abgenommen und klassifiziert. Das hier gesammelte Wildfleisch wir dann zu Fleisch- und Wurstprodukten verarbeitet und soll in  hochwertigen Supermärkten angeboten werden.

Frank Groß beschloss die Sitzung um 23 Uhr.

Erstellt am 18.04.2019
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