Biotoppflege des Hegerings Rottweil

In Handarbeit wird die Natur erhalten und somit der Lebensraum geschützter Pflanzen und Tiere gesichert. Biotope bleiben nur durch regelmäßige Pflege in aufwändiger Handarbeit erhalten. Es geht darum, eindringende Sträucher und Bäume sowie hohes Gras zu entfernen und abzuräumen, damit seltene Pflanzen und Tiere überleben können.

  • Naturschützer nach ihrem jüngsten Einsatz im Flächenhaften Naturdenkmal „Mittlerer Teufen“ (von links): Timo Harr, Steffen Hattler, Karl Hartmann, Gerhard Burkard, Siegfried Harr, Wolfgang Banholzer und Otmar Riedmüller.

    Naturschützer nach ihrem jüngsten Einsatz im Flächenhaften Naturdenkmal „Mittlerer Teufen“ (von links): Timo Harr, Steffen Hattler, Karl Hartmann, Gerhard Burkard, Siegfried Harr, Wolfgang Banholzer und Otmar Riedmüller.

Diesen Naturschutz praktizieren Jäger des Hegering Rottweil seit mehr als 20 Jahren. Der letzte Einsatz fand am Samstag, 20. August 2011 im Schutzgebiet „Mittlerer Teufen“ statt. Das Grünland im Teufenbachtal links der Straße Flözlingen-Sinkingen auf Gemarkung der Gemeinde Niedereschach ist für die moderne Landwirtschaft uninteressant und eignet sich auch nicht zum Aufforsten. Als Lebensraum seltener Pflanzen und Insekten ist dieses Gebiet jedoch überaus wertvoll. Das hat Naturbuchautor und Jäger Siegfried Harr bereits vor 35 Jahren erkannt. Deshalb erwarb er die rund einen Hektar große Feuchtwiese „Mittlerer Teufen“ 1983 für den Bund Naturschutz Alb-Neckar (BNAN) und ließ sie in einem langwierigen Nachweisverfahren als „Flächenhaftes Naturdenkmal“ ausweisen. Seither pflegt Harr dieses Feuchtgebiet überwiegend in Handarbeit. Nur in trockenen Jahren ist auf einem Teil die Mahd mit einem Traktor möglich. Folgende Arten waren ursprünglich als kleiner Bestand vorhanden und haben sich inzwischen über das ganze Schutzgebiet ausgebreitet: Fieberklee, Fettkraut (eine Fleisch fressende Pflanze), Sumpf-Herzblatt, Sumpf-Helmkraut, Breitblättriges Knabenkraut (eine Orchidee), Trollblume, Große Sterndolde, Spatelblättriges Greiskraut und Breitblättriges Wollgras. Neu angesiedelt haben sich als Folge der schonenden Biotoppflege folgende Pflanzen: Sumpf-Dreizack, Sumpf-Schachtelhalm, die Orchideen Echte Sumpfwurz, Geflecktes Knabenkraut und Gewöhnliche Händelwurz, Armleuchteralge sowie Schmalblättrige Wollgras.

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