Natur ist nicht zu beschreiben ­ - Natur muß man erleben!

Pfadfindergruppe "Füchse" aus Trichtingen auf Erkundungstour im Wald

Erstellt am

Epfendorf-Trichtingen. Kinder und Jugendliche haben heute kaum noch regelmäßigen Kontakt zur Natur. Deswegen haben sie auch - wie viele

Erwachsene - Schwierigkeiten, das Prinzip nachhaltiger Nutzung zu verstehen.

Funktion und Aufgaben von Jagd, Land- und Forstwirtschaft sind ihnen fremd. Kaum ein Kind kennt heute noch den Unterschied zwischen Hase und Kaninchen.

Noch seltener wissen die Kids, wie Dachs, Waldschnepfe oder Marder aussehen. Das jugendliche Zeitbudget ist von der Clique und den Medien bestimmt: Sie verbringen nach der Schule den größten Teil der Zeit mit Freunden und vor dem Bildschirm. Unternehmungen in der Natur sind umso unattraktiver, je mehr elektronische Medien (TV oder PC) man besitzt oder sich ihrer bedient. Junge Menschen haben immer weniger Neigung, etwas in der Natur zu unternehmen. Um diesem Phänomen schon bei den Jüngsten entgegenzuwirken trafen sich Ute Johnnsen und Jeannine Weiss mit ihren »Füchsen« (Pfadfindergruppe), zu einer kleinen Waldexkursion mit der Jugendbeauftragten der Kreisjägervereinigung Rottweil, Eva Schweikle. Motto des Tages war: »In Wald und Flur, Tieren, Pflanzen und Bäumen auf der Spur«.

Natur setzt dort an, wo die Naturentfremdung am deutlichsten zu spüren ist, bei Kindern. Bei Waldgängen können sich die Kinder und Jugendlichen oft erst ein Bild davon machen, welche Tiere in Wald und Feld leben bzw. wie die Zusammenhänge im Kreislauf der Natur sind.

Die Referentin zeigte auch was zu einer Jagdausrüstung gehört. Ein Jagdhund, der eine Fährte suchte, durfte dabei natürlich nicht fehlen. Auf einem Pirschgang waren Tierpräparate von Fuchs, Reh, Dachs, Uhu, Marder, Mäusebussard, Habicht und Schleiereule im natürlichen Umfeld zu entdecken. Über jedes der genannten Tiere gab es Informationen zu ihren Lebens- und Verhaltensweisen. Eva Schweikle erklärte weiter die verschiedenen Bäume und Pflanzen sowie die Funktion eines Hochsitzes. Viele Fragen über die Arbeiten eines Jägers musste sie beantworten. Mit Spielen, Grillwurst und kühlen Getränken bei der Bochinger Fischerhütte, im Revier von Suse und Armin Breyer, lies man den Walderkundungsgang ausklingen.